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Die Chronik von Falkensteins Umbruch

28.02.2012 - 16:05:00 | 0 Kommentare

Als geborener Abstauber adaptiere ich mal Pascals Falkenstein-Sammelthread aus dem Ostforum und pack den hier ins Blog. Ich hoffe das hilft allen bei den Ereignissen rund um den Tot des Herzogs leichter auf dem laufenden zu bleiben.

04. Februar 10 n. T. - Herzog reist nach Elesgard

Kaum zurück in Falkenstein, so ist seine Hoheit Felian von Bärenstein-Galdifei schon wieder auf Reisen. Gerade einmal einen Tag hat es den Herzog in seiner Heimat gehalten. Die wichtigsten Korrespondenzen wurden überflogen und Anweisungen an die Hofräte herausgegeben. Dann, am nächsten Tag, verschlug es den Herzog wieder auf Reisen. Das Ziel? Das Herzogtum Elesgard.

Glaubt man dem Klatscht und Tratsch im Magistrat sollen Reichskanzler Jericho Torch und der Ritter Lornalth von Elesgard nämlich während der Hochzeit von Kassian von Rotsteig und Elenor von Rhodenstein auf die Idee gekommen sein, dass auch die Bindung zu Elesgard durch eine Eheschließung vertieft werden könnte. Als potentielle Braut für den Falkensteiner Herzog ist damit Prinzessin Elenore von Eleat, Tochter von Fürst Berelias von Eleat und somit Schwester von Leonhard von Eleat, Herzog von Elesgard, sowie Lornalth von Eleat, Heerführer des Kachuhana Feldzugs und Ritterbruder von Herzog Felian, im Gespräch. Bereits während der Hochzeitsfeierlichkeiten in Calor wurde gesehen, wie seine Hoheit der Eleater Prinzessin Tanzunterricht gegeben habe und sich beide offensichtlich prächtig verstanden haben.

Ob dies wirklich der Anlass für den Besuch in Elesgard ist bleibt abzuwarten, bis es offizielle Verlautbarung zu diesem Thema geht. Überraschen würde es jedoch nicht, scheint doch das Verhältnis zwischen Ain von Calor und Felian von Bärenstein-Galdifei seit dem Feldzug zum Ehernen Tor eher erkaltet zu sein. Es bleibt also weiter spannend, wann der Herzog Falkensteins endlich in den Hafen der Ehe einfährt.


6. Februar 10 n. T. - Kälte fordert erste Opfer

Die Kältewelle in Falkenstein hält an und fordert erste Opfer. In den letzten Tagen wurden bereits 14 erfrorene Menschen in den Städten gefunden. Besonders betroffen sind hier die Armen der Bevölkerung, die Obdachlosen und Bettler. Zwar wird inzwischen bereits versucht Lagerhallen in Bettenlager für die Bedürftigen umzuwandeln, damit sie nicht der tödlichen Kälte ausgesetzt sind, doch ist die Nachfrage zu hoch und die Betten zu wenige. Auch die Tempel erhalten in diesen Tagen hohen Zulauf. Besonders der Ignistempel in Sankt Georg wird von den Städtern der Hauptstadt häufiger aufgesucht.


13. Februar 10 n. T. - Reichskanzler reist nach Trutzhaven

Heute im Morgengrauen, mit der ersten Flut hat Reichskanzler Jericho Torch St. Georg verlassen. Die "Fortuna Falkenstein" , stolz der Falkensteiner Handelsflotte, hat die Segel Richtung Trutzhaven gesetzt und den Reichskanzler mitgenommen.

Im Gegensatz zur Reise des Herzogs kam dieser Aufbruch jedoch nicht überraschend, da der Reichskanzler im jeden Jahr wenigstens einmal Trutzhaven oder ins Fürstentum Aranien besucht.

Gerüchte sagen das er im Winter reist um mit großen Vorräten zurück zu kehren, andere Gerüchte sagen, dass er seine verlobte besuchen will. Wieder andere vermuten das der winterliche Besuch etwas mit dem neuen valarischen König zu tun haben könnte.

Während der Herzog und der Reichskanzler außer Land sind dürfen sich die Hofräte beweisen indem sie das Land weise führen.


18. Februar 10 n. T - Der Herzog ist Tot!

Eine Tragödie! Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht über das ganze Land: der Herzog ist tot! Was zunächst wie ein makaberes Gerücht wirkt, scheint jedoch traurige Realität zu sein. Auch wenn man sich im Magistrat von offizieller Seite noch über eine Bestätigung des Gerüchts zurückhält, so dringen doch zumindest inoffizielle Informationen nach und nach an die Öffentlichkeit. Hier heißt es, dass ein Botschafter aus Elesgard am frühen Mittag die Botschaft überbrachte, dass die ausgebrannte Kutsche des Hezogs in Elesgard abseits der Straße zwischen Neu-Sibrik und Sturmwacht zufällig durch zwei Bauern gefunden wurde. Im Inneren der Kutsche fand man neben einem zur Unkenntlichkeit verkohlten Leichnam auch das Schwert des Falkensteiner Herzogs, das Schwert des ersten Ordensmeisters des Bärensteiner Ritterordens, geschwärzt vom Ruß des Feuers. Auch die restlichen, persönlichen Gegenstände des Herzogs, wie seine Rüstung beispielsweise, konnten vom Feuer geschwärzt und verbrannt geborgen werden. Somit scheint es keinen Zweifel mehr zu geben: seine Hoheit ist wirklich tot. Doch was heißt dies nun für Falkenstein? Wer wird den kinderlosen Herzog beerben? Trauer und Angst breitet sich in Falkenstein aus. Was die Zukunft bringen wird ist ungewiss.


22. Februar 10 n.T - Predigt des Theogonisten Leopold Helmbrecht Feurich vom Fackelhain

Einen Moment hält Feurich inne und lässt seinen Blick durch die Reihen der Gläubigen wandern. Viele Besucher hat der Tempel seit dem Tod des Herzogs. Vor allem Soldaten füllen die Reihen, aber auch viele andere Bürger haben Ihren Weg in den Sigmargottesdienst gefunden. Gut so!
Laut fährt Feurich fort:
"Unser geliebter Herzog ist fort und unsere Gebete gelten Ihm. Möge Sigmar ihn an seiner Tafel empfangen wo er mit den anderen Helden darauf wartet in der letzte Schlacht zurück zu kehren um das Böse endgültig zu besiegen.

Sein Tot jedoch soll uns ein Mahnung sein.

Der Herzog hat gedacht, genau wie ich, das man Sigmar Dienen und sich den Elementen, die KEINE GÖTTER SIND, annähern kann. Jetzt wissen wir, MAN KANN ES NICHT!"

Die letzte Worte schreit Feurich an die Gemeinde hinaus!

"Unser Herzog hat sich Ignis freundschaftlich zugewandt, beim letzten Kreutzzug sogar einen seiner Tempel gereinigt. Unser Herzog hat sich sogar Ingnis geliebten Kind zugewandt und was ist passiert?

ER IST IM FEUER UMGEKOMMEN!

Das ist die wahre Aussage hinter seinem Tot.

WER SICH DEN ELEMENTEN ZUWENDET WIRD AN IHNEN ZUGRUNDE GEHEN!

Lasst uns, die wir an die wahren Götter glauben, die wir an Sigmar glauben das eine Warnung sein. Reicht den Elementen den kleinen Finger und Sie nehmen nicht nur eure ganze Hand:

SIE VERSCHLINGEN EUCH GANZ UND GAR!

Lasst uns daher beten Brüder und Schwestern in Sigmar, lasst uns beten, das der Nachfolger unseres Herzogs auch die Weisheit hat nicht blind den Willen der Elemente zu folgen. Lasst uns beten das er die Stimme der Vernunft sein wird, wenn die Elemente verlangen das nächste Siegel zu öffnen. Lasst uns beten für all die Seelen, die wir schon an den Wahn der Elemente verloren haben.

Deus Sigmar"


23. Februar 10 n. T. - Testament gefunden!

Es scheint wie eine Erlösung! Denn am heutigen Tag wurde in den Privatgemächern des verstorbenen Herzogs durch eine Magd das Testament des Regenten von Falkenstein gefunden und an den zufällig in den Stuben anwesenden Hofrat für Kultur, Heinrich Schefferer, übergeben. Am Samstag, also wenn die offizielle Trauerzeit vorbei ist, soll das Testament geöffnet und verlesen werden, kündigt Schefferer an. Bis dahin bleibt das Schreiben verschlossen. In zwei Tagen wird also bekannt werden, wer Falkenstein in die Zukunft führen wird. Die Menschen warten jetzt schon gespannt, wer wohl ihr neuer Herzog werden wird.


23. Februar 10 n. T. - Herolde aus Calor

Als die Botschaft des Predigenden Sigmarpriesters, der versuchte die Bevölkerung Falkensteins gegen die Elemente aufzuhetzen bis nach Calor drang, zersprang erneut ein Fenster im Arbeitszimmer des Regierungssitzes, da ein Briefbeschwerer hindurch geworfen worden war.
Kurze Zeit darauf, wurden an den Hof in Ardor Herolde geladen, die alle mit einem Schriftstück von Ain ausgestattet nach Falkenstein entsand wurden. Dort verlasen sie auf den Marktplätzen der Dörfer und Städte:

An die Trauernden Falkensteins,
meine Trauer wiegt so schwer, dass ich sie kaum in Worte fassen kann. Doch gemessen an der eines ganzen Volkes kommt sie mir gering vor. Euer Herzog war einer der gütigsten, stärksten und mutigsten Männer die ich je kennen lernen durfte. Er hat immer seine eigenen Wünsche zurück gestellt und zuerst bedacht, was das Beste für Falkenstein ist. Er hat nie unüberlegt gehandelt, immer alles abgewägt und geprüft, bevor er handelte. Immer sich vorher gefragt, ob es das Richtige ist was er tut. Und das alles für euch.

Und ja, Volk von Falkenstein, hört, euer geliebter Herzog und ich standen uns sehr nahe und ja er hat sich Ignis, dem Feuer zugewand, ihr Zeichen getragen, ihre heilige Stätte mit dem Orden und Calor zusammen gereinigt, er war ihr Kämpfer am Schrein auf dem Feldzug. Er tat dies alles aus seiner tiefsten Überzeugung selbst heraus. Sprecht ihm, auf den ihr alle vertrautet, nicht ab, dass er sich richtig entschieden hat, zieht seine Entscheidungen und sein Handeln nicht in Zweifel, denn das müsst ihr nicht.

Nicht Ignis hat sich gegen euren Herzog gewendet. Eurem Herzog ist ein Verbrechen widerfahren und nun versuchen Menschen die diese Welt nicht verstehen euch einzureden, das die Elemente es waren, auf dass ihr in ihnen die Schuldigen seht. Aber eine Kutsche verunglückt nicht von alleine, noch weniger setzt sie sich von selbst in Brand. Die Elemente sind völlig machtlos, wenn ein Mensch entscheidet einen anderen Menschen umzubringen. Eurer Herzog ist nicht im Feuer umgekommen, sondern durch das Handeln von Menschen. Das Feuer wurde nach der Tat gelegt um zu verwischen was geschehen war. Ignis verbrennt nicht die, die sie lieben.

Und nun Volk von Falkenstein, hört meine Worte, die Elemente gramen euch nicht. Sie wollen euch nicht verschlingen, sie haben euch viel mehr die Möglichkeit gegeben in diese Welt zu kommen. Sie versteckten viele hundert Jahre diesen Kontinent und nun haben sie es wieder zugelassen, das wir diese Welt betreten dürfen. Sie schenken uns eine neue Heimat.
Vertraut auf die Elemente, denn sie stehen nicht gegen uns. Vertraut auf den Archon und die Nyame, vertraut auf den Neshes'Re und auch auf mich als Thul' Heen, als Stellvertreterin des Archons, als Ignis geliebtes Kind und als enge Vertraute eures umsichtigen Herzogs, dass wir euch und dem gesamten Reich nie Schlechtes wollen. All unser Handeln ist im Sinne der Elemente zum Wohle unseres Reiches, und damit auch zu eurem Wohl. Noch nie haben wir anders gehandelt. Was hätten wir auch davon, wenn wir das Reich in den Untergang führen.
Vertraut uns, uns und damit auch den Elementen.

Ignis spende euch allen ein helles Licht in tiefer Trauer.

Vorgelesen im Namen der Herzogin Ain von Calor, Geliebtes Kind Ignis und Thul Heen des Ostens.


24. Februar 10 n. T. - Ausschreitungen zwischen Sigmariten und Elementgläubigen

Viele Menschen haben den Auszug der Bärensteiner aus der Garnison in St. Georg verfolgt. Wenn der Orden auszieht in die Schlacht oder auf einen Feldzug schauen die Bewohner der Stadt neugierig zu, wie die Soldaten durch die Strassen marschieren. Diesmal war es anders. Viel mehr Menschen als sonst säumten die Strassen, dicht an dicht standen die Schaulustigen, mancherorts kammen die Reiter an der Spitze des Zuges kaum durch die trauernde Menge. Statt der üblichen aufmunternden Worte schwieg die Stadt, während Reihe um Reihe blau-gelb uniformierter Soldaten mit der schwarzen Binde am Arm an vorbeizogen.

Und nun weiß niemand wie es weitergehen mag. Gerüchte sind in aller Munde, wie immer brodelt der Kessel, der Halbwahrheiten, Lügen und blanken Unsinn ausspeiht. Der junge Ordensritter Answin, der Reichskanzler Torch, die Dame Melisande, der Baron Kappeln und viele andere sind angeblich Gegenstand des so plötzlich aufgetauchten Testaments. Niemand weiß wirklich, wer die Nachfolge des Herzogs Felian antreten wird, aber jeder spekuliert über einem Becher Wein oder Bier in den diesertage wohl gefüllten Tavernen. Ein Gerücht hält sich jedoch hartnäckig. Es heißt, nachdem der Orden seinen Herrn aus Elesgard zurück nach Falkenstein geleitet hat, soll er im Ignistempel beigesetzt werden. Insbesondere in den Tavernen nahe des Sigmartempels wird dieses Gerücht nicht gut aufgenommen. Und nachdem am gestrigen Abend ein völliger Narr im "Averländer Krug" die Worte sprach: "den Elementen sei Dank haben die Ordensritter beschlossen, den Herzog nach mitrasperanischem Ritus beizusetzen." zerbrach erst der Bierkrug des Narren an seinem Kopf, dann zerbrachen die Freunde des Narren einige Stühle auf den glühenden Anhängern Sigmars, die die Ehre ihres Herzogs zu verteidigen suchten und alsbald waren die Besucher des "Averländer Kruges" entweder geflohen, bewußtlos oder damit beschäftigt, das Inventar in als Waffe nutzbare Teile zu zerlegen. Nachdem ein kräftiger Middenheimer einen jüngst zum Ignisglauben konvertierten Trigardoner durch ein Fenster hinaus auf die Strasse warf und eine Gruppe vorbeigehender Gläubiger traf, die gerade im Tempel Sigmars den Predigten seiner Eminent Feurichs gelauscht hatten, griffen diese in die Auseinandersetzung ein. Alsbald bekamen auch die Elementanhänger Zustrom und die Kneipenschlägerei eskalierte zu einer Strassenschlacht, die zu unterdrücken zwei herbeigeeilte Stadtbüttel heillos überfordert waren. Bis die Büttel ausreichend Verstärkung herangeschafft hatten, um mit ihren Knüppeln die letzten Streitenden zu befrieden, war der Großteil der Beteiligten entweder kampfunfähig oder bereits geflohen. Die Rekonstruktion der Ereignisse dauert noch an udn wird aufgrund mangelhafter und teilweise wiedersprüchlicher Aussagen der wenigen unbeteiligten Zeugen wohl nie wirklich gelingen.

Aber dieser Vorfall, der wie durch ein Wunder nur Platzwunden und ausgeschlagene Zähne zur Folge hatte, sorgte in St.Georg für weitere Verunsicherung. Das Mißtrauen zwischen Sigmariten und Elementanhängern ist fast greifbar und aus Weidquell heißt es, dass dort imperiale Einwanderer handgreiflich gegen die bretonischen Einwohner der Baronie wurden. Wie lange wird es dauern, bis wieder jemand das Ruder in der Hand hält? Und wird der neue Herrscher die Risse schließen könnnen, die sich dieser Tage auftun?


25. Februar 10 n. T. - Lang lebe der Herzog!

Hiermit sei kundgetan, dass die Zeit ohne Regenten in Falkenstein vorbei ist. Eine Woche ist es nun her, dass das Dahinscheiden unseres geliebten Herzogs bekannt wurde. Seitdem herrschte Trostlosigkeit und Trauer in der Bevölkerung. Unsicherheit machte sich breit. Doch all die Trauer, Trostlosigkeit und Zweifel haben nun ein Ende. Denn in einer Truhe in den Privatgemächern Herzogs Felian von Bärenstein-Galdifei wurde ein Testament gefunden. In diesem wird Bernhelm von Burgenwacht, erster Knappe des verstorbenen Herzogs, zum Erben Falkensteins bestellt. Doch nicht nur dies. Auch wird im Rahmen des Testaments Bernhelm von Burgenwacht zum Ordensmeister des Bärensteiner Ritterordens berufen. Ruhm und Ehre dem neuen Herzog! Möge er Falkenstein in eine glorreiche Zukunft führen!

Auch hat Bernhelm von Burgenwacht sogleich seine erste Amtshandlung angekündigt. So wird die Verbannung der Elen aus dem Waldbachtal mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Fräulein aus dem Waldbachtal gilt damit in Falkenstein nicht länger als geächtet und ist somit wieder ein gern gesehener Gast im Herzogtum.


27. Februar 10 n. T. - Aarsblick unterbindet Freiheit der Predigt

Den Ereignissen in St Georg Folge tragend, wurden öffentliche Predigten und Ansprachen am Schrein Sigamrs und am Schrein der Elemente fürs erste verboten, um Ausschreitungen zu verhindern. Der Schrein von Thar und Thorm und die kleine Besinnungsstätte zu Ehren der Herrin des Sees, letztes Jahr von einer kleinen Zahl Weidqueller Flüchtlinge errichtet sind nicht betroffen, allerdings wurde auch hier ermahnt die angespannte Stimmung nicht aufzuheizen.


27. Februar 10 n. T. - Weitere Predigten des Theogonisten Feurich

Schweiß tropfte von Feurichs Glatze und spiegelte sich im Licht, das durch die bunten Fenster der Kirche fiel. In ihm loderte ein Feuer, aber nicht das verräterische Feuer Ignis, sondern das Feuer des gerechten Zorns, ein sigmargefälliges Feuer:"

Brüder und Schwestern in Sigmar uns steht keine leichte Zeit bevor!

ABER WANN WAR ES JEMALS LEICHT DAS RICHTIGE ZU TUN?

Der richtige Weg Sigmars ist gerade, er hat aber Steigungen und gerade jetzt geht es steil bergauf! Unser geliebter Herzog ist Tot, aber es wurde das Testament gefunden! Ein Testament ist gut, ein Testament ist wie ein letzte Befehl und wir Sigmariten wissen das es wichtig ist Befehlen zu gehorchen.

Daher begrüßen wir Bernhelm von Burgenwacht vorbehaltlos als neuen Herzog, möge Sigmar ihn Schützen und ihm ein langes Leben schenken!

Andere aber mischen sich jetzt, wo es leichter werden sollte, in die Belange Falkensteins ein. Das ist nicht gut. Es war ruhig in St. Georg bis die Boten aus Calor kamen. Sie waren es die die Bevölkerung aufwiegelten!

WAS FÄLLT DIESEN Boten EIN ZU BEHAUPTEN WIR WÜRDEN DIE HANDLUNGEN UNSERES VERSTORBENEN HERZOGS IN ZWEIFEL ZIEHEN? DAS TUN WIR NICHT!

Herr Felian tat was er tat und das war gut. Er tat es nach besten Wissen und Gewissen. Es war gut das er versuchte eine Brücke zwischen den Elementen und dem wahren Glauben zu schlagen.

SEINE GUTEN TATEN WURDEN IHM NUR BÖSE VERGOLTEN!

Doch die Elemente haben einen Fehler gemacht. Sie dachten Sie kämen mit dieser Tat bei uns durch!

DIESEN FEHLER BEREUEN SIE JETZT UND FÜRCHTEN DIE FOLGEN!

Die Elemente haben Angst das wir Ihr wahres Gesicht erkennen.

WARUM SONST SOLLTE IGNIS SEIN GELIEBTES KIND VORSCHICKEN UM IHN ZU VERTEIDIGEN - WEIL IGNIS ANGST HAT!

So seltsam es sich anhört, Ignis hat Angst das sich die Wahrheit wie ein Lauffeuer der Gerechtigkeit verbreitet!

In einem Punkt jedoch stimmt die Verlautbarung der Boten. Sie sagen: Die Elemente sind völlig machtlos, wenn ein Mensch entscheidet einen anderen Menschen umzubringen.

Dem Stimme ich zu, die Elemente sind Machtlos!
Machtlos im Bösen wie auch im Guten! Machtlos, Ratlos und Blind! Wie sonst hätten Sie auch einen Lord des Chaos reinfallen können. Ihr wisst wovon ich rede, Brüder und Schwestern!

Trotz allem, Brüder und Schwestern in Sigmar gemahne ich euch zur Ruhe und Nachsicht. Die Elementaranhänger sind nicht die Diener des Chaos. Erhebt nicht Ihre Hand gegen Sie, außer zur Verteidigung. Sie sind fehlgeleitet aber Sie können gerettet werden. Die Elemente sind keine Götter auch keine bösen Götter, daher hat ein jeder der den Elementen anhängt die Möglichkeit in den Schoß der Kirche der wahren Gottheiten zurück zu kehren!

Lasst uns für die Seelen der Fehlgeleiteten beten und lasst uns alle bei dem Herzog Bernhelm vorsprechen, das unser geliebter Herzog Felian Sigmagefällig beigesetzt wird. Er wusste nicht, wie übel ihm Ignis mitspielen wird und das wird unser neuer Herzog verstehen.

Daher fordere ich alle Sigmargläubigen auf, geht friedlich zum Herzogspalast und bittet unseren weisen und gütigen Herzog Bernhelm darum, Felian würdig zu bestatten. Er weiß, wem Felians Herz gehört!

Deus Sigmar!


28. Februar 10 n. T. - Neu-Falkenstein lehnt sich gegen den Herzog auf!

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht über einen neuen Herzog in der Baronie Neu Falkenstein.

Man sieht Bäuerinnen mit geschürzten Röcken zu den Nachbarn laufen um mit ihnen diese sagenhafte neue Nachricht zu betratschen. Es macht den Eindruck, als wenn selbst reitende Boten nicht hätten schneller sein können.

Überall hört man "Oh, es gibt einen neuen Herzog! Wer ist es denn? Der Herr Torch?" "Nein, bestimmt einer der Adeligen! Ist es die Frau von Erlenschwang?".

Alle sind über die schnelle Findung eines neuen Herzog froh, da sie sich weiter Stabilität und Sicherheit, aber auch die weise und wohlwollende Weiterführung der Amtsgeschäfte nach der Hand eines Felian von Bärenstein Galdifei wünschen.

Die Gesichter verändern sich innerhalb dieser Gespräche schnell. Wenn die einzelnen Leute erfahren, wer der neue Herzog sein soll, vergeht häufig das freudige und aufgeregte Lächeln. Meist wird es ersetzt durch ein ungläubiges Staunen und nicht wenige fangen an zu Lachen und beglückwünschen ihren Gesprächspartner für diesen gelungenen Scherz.

Erst, als sie merken, dass es kein Scherz ist entsteht eine Ratlosigkeit, die unterschiedlichste Reaktionen herbeiführt. Einige sind enttäuscht, weil ihre Hoffnung auf möglichst wenig Veränderung jäh zerstört wurde. Andere sehen ihre und die Zukunft Falkensteins in Gefahr. Wieder Andere lehnen sich in aller Heimlichkeit sogar soweit aus dem Fenster und bezweifeln, dass der alte Herzog dieses Schlitzohr als seinen legitimen Nachfolger überhaupt erwählt hat. Andere sind einfach wütend.

Und aus dieser Wut entbrennt etwas, was Neu Falkenstein noch nie erlebt hat. Bauern, die ihren Felian von Bärenstein Galdifei als Vater und Garant für ihr bisschen Wohlstand ansahen, lassen ihrer Enttäuschung und ihrer Wut freie Bahn. Es kommt auf dem Land zu spontanen Protesten gegen den neuen Herzog. Ungewöhnlich dürre und schlaksige Heupuppen werden über das Land getragen und immer wieder den Schweinen zum Fraß vorgeworfen, weil noch nicht einmal Ignis bemüht werden soll! Eine solche Verachtung schlägt der Obrigkeit entgegen, die die Städter in Neu Falkenstein schnell beunruhigt. Es werden Büttel ausgesandt, diese Unruhen zu unterbinden. Da es aber verschiedene Orte gibt, an denen die Unruhen stattfinden, können sie auch nicht alle Unruheherde gleichzeitig löschen und so kommt es zu einem Schwelbrand. Zwar fliegen auch mal Steine auf die Büttel, aber in der Regel ist Ruhe, wenn sie da sind, so berichten die Büttel zumindest. Ziehen die Büttel weiter wird auch weiter protestiert.

Insgesamt beruhigt sich die Situation nicht und erreicht ihren vorläufigen Höhepunkt, als ein reicher Händler aus Sankt Georg, der mit seinen Waren Neu Falkenstein durchquert überfallen und nackt wieder zurück geschickt wird. Am Abend des gleiche Tages gibt es auch einen Angriff auf die Akademie von Neu Falkenstein, die als Wahrzeichen Bernhelms von Burgenwacht in dieser Baronie angesehen wird. Teile eines Gebäudes gehen in Flammen auf, und auf verschiedenen Wänden werden Schmierereien gefunden, die den designierte neue Herzog verunglimpfen.


28. Februar 10 n. T. - Verlautbarungen des Herzogs

Geliebtes Falkenstein

Am Tage da unser geliebter Herzog den feurigen Tot starb, wurden wir alle unseres größten Vorbildes beraubt. Das Licht welches hell zu strahlen vermochte ist von uns gegangen und mag nie wieder erhellen unsere Hallen.

Doch, geliebtes Falkenstein, mit der Stimme aus dem Grab, seinem letzten Wille, befahl er mir, ein ebenso helles Licht zu entzünden.

Ich werde seinem letzten Befehl gehorchen, ich schwöre auf das Schwert des ersten Ordensmeisters, auf die Insignien des Ordens der Bärensteiner, dass ich Falkenstein in Wohlstand und Frieden führen und es zu einem Hort des Wissens formen werde. Das Licht der Wissenschaft wird uns alle erhellen, wird weit über das Meer leuchten und die Kunde tragen, dass hier einst ein Herzog weilte, der größer war als alles was das Menschenherz zu sein vermag.

All die Weisen und Mächtigen, die Wissenden und Neugierigen, welche sich einer Audienz entgegensehen sein getröstet. Es wird Zeit dafür sein. Doch jetzt ist für mich eine Zeit des Abschieds gekommen. Der Sarg des Herzogs soll aufgebahrt auf dem Balkon des Regierungssitz drei Tage und drei Nächte zu sehen sein. Bewacht von seinen treusten Männern und Frauen, dem Bärensteiner Ritterorden. Allen, die meine Trauer teilen, sei die Gelegenheit gegeben sich von ihm zu verabschieden. Danach soll er wie er es sich wünschte verbrannt und seine Asche verwart werden bis in alle Ewigkeit.

Die lähmende Trauer ist es auch, welche mich daran hindert einer schnellen offiziellen Ernennung zuzustimmen, auch wenn viele dies fordern mögen. Doch die Zeit ist noch nicht reif. Daher rufe ich nach einem Mond der Trauer, am 28. Tage des Aprils, alle Würdenträger und Adligen, alle Ritter und Edlen, sowie alle deren Herz an Falkenstein hängt zu, sich im Thronsaal zu versammeln.

Möge das Licht euch erleuchten.

Bernhelm von Burgenwacht


8. März 10 N. T. - Demonstration vor dem Magistrat

Heute Abend war es zum ersten mal soweit. Angestachelt von den Preidgten von Theogonist Leopold Helmbrecht Feurich vom Fackelhain versammelten sich am Heutigen Abend etwa 30 Sigmariten vor dem Herzöglichen Magistrat in Sankt Georg und machten wortstark ihren Unmut laut, dass der verstorbene Herzog Falkensteins angeblich nicht nach Sigmars Riten bestattet werden soll. Schnell gewann diese Demonstration die Aufmerksamkeit der Passanten. Weitere Sigmariten schlossen sich der Demonstration an, während Anhänger anderer Glaubensrichtung diese Ansammlung skeptisch beobachteten. Erst nach zwei Stunden konnte die Herzögliche Garde den Auflauf trennen und die Menschenansammlung zerstreuen. Die aufgestachelten Sigmariten kehrten daraufhin in die Umliegenden Wirtshäuser ein. Zu weiteren Ausschreitungen kam es jedoch nicht.


9. März 10 n. T. - Weitere Proteste vor dem Magistrat

Am Heutigen Tage wiederholt sich die Szene vom Vortag vor dem Magistratsgebäude. Wieder versammelten sich am Abend Sigmargläubige Bürger Sankt Georgs, um gegen eine Beisetzung des verstorbenen Herzogs nach Ignis-Riten zu protestieren. Dieses mal fanden sich zu Beginn des Protests gute 50 Männer und Frauen ein, die das Testament Herzog Felians in Frage ziehen. Doch was Gestern noch ohne große Zwischenfälle von statten ging, erhielt am heutigen Abend eine gehörige Opposition. Zur Überraschung vieler bildete diese Opposition nicht ausschließlich Elementgläubige, sondern auch einen Gutsteil Ceriden, die sich dafür einsetzten, dass das Testament so vollzogen wird, wie es vom Herzog Falkensteins gewollt war. Schnell lieferten sich die beiden Gruppierungen lautstarke Wortgefechte. Die schwellende Aggression war deutlich zu merken. Doch Glücklicherweise konnte an diesem Abend die Herzögliche Garde eine gewaltsame Auseinandersetzung der beiden Parteien verhindern. Doch langsam gerät Bernhelm von Burgenwacht unter Druck. Welcher Religiösen Fraktion wird er seine Gunst schenken? Und wird nach einer Entscheidung des neuen Herzogs endlich wieder religiöser Frieden herrschen?
... to be continued ...

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